Intensivpädagogische Lebensgemeinschaft Froschteich

Aufnahmealter: 8 bis 10 Jahre

Anzahl der Plätze: 2

Gesetzliche Grundlage:
§ 34, 35a SGB VIII

Zielgruppe:
In der Intensivpädagogischen Lebensgemeinschaft Froschteich lebt eine Pädagogin gemeinsam mit ihrem Ehemann im eigenen Haus mit großem Garten zusammen mit zwei Kindern, die auf Grund von komplexen Problemlagen in ihren Herkunftssystemen nicht weiter aufwachsen konnten. Das Team der Lebensgemeinschaft berücksichtigt die individuellen Bedürfnisse und Ressourcen der einzelnen Kinder. Das Zusammenleben ist langfristig zur Beheimatung angelegt. Sollte die Reintegration eines Kindes möglich werden, intensiviert das Team der Intensivpädagogischen Lebensgemeinschaft die Kontakte zum Herkunftssystem des Kindes.

  • Die Betreuer bieten den Kindern eine größtmögliche pädagogische Unterstützung in der Bewältigung lebenspraktischer Aufgaben und in dem damit verbundenen Selbstfindungsprozess.
  • Krisensituationen werden akzeptiert und ausgehalten – ihnen wird mit einem hohen Maß an Geduld und starker Präsenz begegnet.

Zielsetzung:
Ziel ist es, die Kinder durch das Zusammenleben in einer Familie zu fördern, einen sicheren Lebensort und Geborgenheit zu bieten. Den Kindern wird die Erfahrung ermöglicht, bisher verpasste Entwicklungsschritte nachholen zu dürfen und lebenspraktische Grundlagen zu erlernen. Die physische und psychische Stabilisierung des Kindes und Stärkung des Selbstbildes durch Nutzung der persönlichen Ressourcen sollen erreicht werden. Mit den einzelnen Kindern erfolgt eine transparente Perspektivplanung.

  • Das Betreuerteam leistet eine intensive Zusammenarbeit mit Ärzten, Therapeuten, Kindergärten und Schulen und bietet hier kurzfristig notwendige Unterstützung an.
  • Der Erwerb grundlegender sozialer Kompetenzen sowie die Erarbeitung eines Selbstbefähigungskonzepts sowohl bezüglich der individuellen Lebensgeschichte als auch in lebenspraktischen Themen werden fokussiert.

 

Dabei geht es darum, …

  • …Sicherheit und Beziehung über Jahre anzubieten und immer wieder neu zu gestalten.
  • …auch in psychisch und physisch grenzüberschreitenden Sequenzen in Kooperation mit Therapie wiederholt Neuanfänge zu bieten.
  • …einen liebe- und respektvollen Umgang miteinander zu erlernen und zu ermöglichen.
  • …auf jedes Kind individuell eingehen zu können und Unterstützung bei der Bewältigung traumatischer Erfahrungen zu ermöglichen.
  • …gleichbleibende Bezugspersonen zu bieten.
  • …ein klar strukturiertes Betreuungssetting im Rahmen der gewachsenen Nachbarschaft eines städtischen Wohngebietes wahrzunehmen.