Intensivwohngruppe BergHof

Aufnahmealter: ab 9 Jahre

Anzahl der Plätze: 7

Gesetzliche Grundlage:
§ 34, 35a, 41 SGB VIII

Zielgruppe:
Die Intensivwohngruppe BergHof ist auf die speziellen Bedürfnisse von Jungen ausgerichtet, die nicht mehr in ihrem Herkunftssystem leben können und auf Grund ihrer starken emotionalen Störung längerfristig eine intensive Betreuung mit pädagogisch-therapeutischem Setting benötigen. Die Intensivwohngruppe ist offen für Jungen, die bereits in unterschiedlichen Jugendhilfeeinrichtungen gewohnt haben.

Das Team der Intensivwohngruppe arbeitet mit sieben Jungen, denen im Alltag ressourcenorientierte Aufmerksamkeit mit konsequent beziehungsorientierter Ausrichtung sowohl in der Gesamtgruppe als auch bei Aktivitäten in Teilgruppen gegeben wird.

  • Dazu gehört es, Erlebnisräume zu schaffen, in denen Jungen die Möglichkeit haben, sich aktiv zu erleben, Erfolge zu feiern und Verbindlichkeiten einzugehen.
  • Ebenso bietet das pädagogische Team den Jungen vielseitige Möglichkeiten „Ruhe“ und „Entspannung“ zu erlernen und zu leben.
  • Eine wertschätzende Haltung, sowie einerseits Geduld und Präsenz als Merkmale einer deeskalierenden Interventionsstrategie und andererseits Ermutigung in regressiven Phasen kennzeichnet die Arbeit des Teams.

Zielsetzung:
Das Team zeigt den Jungen die Vielfalt dieser Welt und begleitet sie mit dem Wunsch, Alternativen zu bisherigen Lösungswegen (z.B. in Form sexualisierter und aggressiver Verhaltensweisen) aufzuzeigen. Die Jungen sollen Situationen gestalten und erleben, in denen sie ohne Gesichsverlust verbindlich, offen und emotional sein können – in denen sie zur Ruhe und zur Aktion kommen, Nähe erleben und Grenzen akzeptieren.

  • Der Erwerb grundlegender sozialer Kompetenzen sowie die Erarbeitung eines Selbstbefähigungskonzepts sowohl bezüglich des individuellen psychischen Störungsbildes als auch in lebenspraktischen Themen werden fokussiert.
  • In vielfältiger und abenteuerlicher Weise bieten präsente Fachkräfte die individuelle Unterstützung an, die die Jungen für ihre Entwicklung benötigen.

Dabei geht es darum, …

  • …einen abwechslungsreichen und organisierten Tagesablauf zu bieten, der zugleich Angebot und Herausforderung darstellt.
  • …die freiwillige Entscheidung zur Teilnahme an Aktivitäten im Freizeit- und Alltagsbereich und handwerkliche Tätigkeiten (Holz/Metall) in der Werkhalle oder dem Waldstück des Trägers zu treffen.
  • …wenige und eindeutige Regeln anzuwenden, die gemeinsam mit den Jungen weiterentwickelt werden.