Intensivpädagogische Lebensgemeinschaft FalkHof

Aufnahmealter: 10 bis 15 Jahre

Anzahl der Plätze: 2

Gesetzliche Grundlage:
§ 34, 35a SGB VIII

Zielgruppe:
In der Intensivpädagogischen Lebensgemeinschaft FalkHof lebt ein Pädagoge im eigenen geräumigem Haus mit Garten gemeinsam mit Lebensgefährtin, Sohn und Tochter mit zwei Jugendlichen, die in ihren Herkunftssystemen nicht weiter aufwachsen konnten. Im Alltag wird der innewohnende Leiter durch eine pädagogische Ergänzungskraft unterstützt. Das Team der Lebensgemeinschaft berücksichtigt die individuellen Bedürfnisse und Ressourcen der einzelnen Kinder und handelt nach dem Grundsatz der Ganzheitlichkeit. Das Zusammenleben ist langfristig zur Beheimatung angelegt. Sollte die Reintegration eines Kindes möglich werden, intensiviert das Team der Intensivpädagogischen Lebensgemeinschaft die Kontakte zum Herkunftssystem des Kindes.

  • Die Betreuenden bieten den Kindern eine größtmögliche pädagogische Unterstützung in der Bewältigung lebenspraktischer Aufgaben und in dem damit verbundenen Selbstfindungsprozess.
  • Krisensituationen werden akzeptiert und ausgehalten – ihnen wird mit einem hohen Maß an Geduld und starker Präsenz begegnet.

Zielsetzung:
Ziel ist es, die Kinder durch das Zusammenleben in einer Familie zu fördern. Den Kindern wird die Erfahrung ermöglicht, bisher verpasste Entwicklungsschritte nachholen zu dürfen und lebenspraktische Grundlagen zu erlernen. Die physische und psychische Stabilisierung des Kindes und Stärkung des Selbstbildes durch Nutzung der persönlichen Ressourcen sollen erreicht werden. Mit den einzelnen Kindern erfolgt eine transparente Perspektivplanung.

  • Das Betreuerteam leistet eine intensive Zusammenarbeit mit Ärzten, Therapeuten, Kindergärten und Schulen und bietet hier kurzfristig notwendige Unterstützung an.
  • Der Erwerb grundlegender sozialer Kompetenzen sowie die Erarbeitung eines Selbstbefähigungskonzepts sowohl bezüglich der individuellen Lebensgeschichte als auch in lebenspraktischen Themen werden fokussiert.

Dabei geht es darum, …

  • …den Kindern das Zusammenleben in einem warmherzigen Familiensystem zu ermöglichen.
  • …Ruhe, Sicherheit und Beziehung über Jahre anzubieten und immer wieder neu zu gestalten.
  • …das Wohnumfeld in einem Haus mit Garten in einem Dorf zu erleben.
  • …die Kinder in ihrer kognitiven, sprachlichen und emotionalen Entwicklung zu fördern.
  • …auf jedes Kind individuell eingehen zu können.
  • …gleichbleibende Bezugspersonen zu bieten.
  • …ein klar strukturiertes Betreuungssetting in ländlichem Umfeld wahrzunehmen.